Subtanz­wissen

Definition

Bei Crystal Meth handelt es sich um eine Psychostimulans auf Amphetamin-Basis. Im Vergleich zu Amphetamin (Speed) wirkt Crystal länger und etwa fünfmal so stark. Es handelt sich um eine synthetische Droge, die ohne einen natürlichen Ausgangsstoff im Labor hergestellt werden kann.

Entgegen der öffentlichen medialen Darstellung handelt es sich bei Crystal Meth um keine neue Droge. Bereits 1893 wurde es erstmals in kristalliner Form synthetisiert und im Laufe des 20. Jahrhunderts, besonders während Kriegszeiten und auch im Sport, zur Leistungssteigerung verwendet. Erst 1988 wurde Crystal Meth in Deutschland illegalisiert.

Charakteristik

  • kristalline Form, flüssige Form, Pulver, manchmal als Kapseln
  • geruchlos, bitter schmeckend
  • lässt sich in Wasser auflösen
  • Pulver oder Perlen können auch farbig sein
  • Einnahme durch Schnupfen, Rauchen, Spritzen, Schlucken
  • Crystal, C, Crystal Meth, Ruppe, Pervetin, Methedrin (Europa)
  • Ice, Meth, Glass, Crystal Speed, Piko, Tik, Crank (Nordamerika)
  • Perlik, Yaba, Shabu (Asien)
  • Hard Pep, Vint (Russland)
  • schnellere und höhere Konzentration im Körper als „normales“ Speed mit weniger spürbaren Nebenwirkungen (Gefahr einer Überdosierung)
  • je schneller und stärker eine Substanz im Hirn anflutet – je mehr sie „kickt“- desto höher ist das Abhängigkeitspotential
  • hohe psychische Abhängigkeit durch rasche Dosissteigerung
  • Schädigung der Nervenzellen
  • vorgeburtliche Schädigung
  • ungewollte Schwangerschaften
  • Infektionen durch Risikobereitschaft
  • Mischkonsum
  • Stimulation des zentralen Nervensystems (führt dem Körper jedoch keine Energie zu, sondern vermittelt Gefahrensituation)
  • Hochgefühle: Zuversicht, Energie, Hyperaktivität, Leistungssteigerung
  • stark aufputschend, euphorisierend, luststeigernd, enthemmend
  • erhöhte Ausschüttung der Botenstoffe Adrenalin, Noradrenalin & Dopamin
  • Unterdrückung von Hunger, Durst, Schmerz & Müdigkeit
  • stark auszehrend
  • psychisch: starke innere Unruhe, Schlafstörungen, Paranoia, Amphetamin-Psychosen, aggressives Verhalten, Depressionen, Gefühlskälte, seelischer Verfall
  • physisch: Hautentzündungen, Parodontose, Magenbeschwerden bis Magendurchbruch, Organschädigung, Blutdruckkrisen, Gehirnschädigungen, Hautjucken, Schweißausbrüche, Mundtrockenheit, Hypermotorik, Schädigung der Nasenschleimhäute, Schwindel, Herzrasen, Zittern, Muskelkrämpfe, Appetitlosigkeit